Slovakiaring 2018

Rennstrecke Slovakiring

Länge: 5,922m

SLOVAKIA RING AGENCY, s. r. o.
800 Orechová Potôň 930 02
Slowakische Republik
Mail: info@slovakiaring.sk

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn am Slovakiaring dreimal auf dem Podium

Beim 4. Lauf der Truck-Racing-Europameisterschaft der FIA (ETRC) auf dem Slovakiaring bei Bratislava fuhr der Altensteiger Rennfahrer Jochen Hahn nicht nur dreimal aufs Podium, sondern konnte seine Führung in der Gesamtwertung auch weiter ausbauen.

Bei hochsommerlichem Wetter mit Temperaturen von über 30 °C und teilweise sogar weit über 50 Grad heißem Asphalt, fanden am Freitag die VIP- und Pressefahrten statt. Für die Truckracer waren diese eine willkommene Gelegenheit sich auf die mit knapp 6 Kilometern längste und zugleich schnellste Strecke im Truck-Racing-Kalender einzustellen. Am Samstagmorgen ging es dann ernster zur Sache. Der tschechische Buggyra-Freightliner-Pilot Adam Lacko holte sich die Pole vor dem Spanier Antonio Albacete (MAN), Jochen und dessen „Die Bullen von Iveco Magirus"-Teampartnerin Steffi Halm.

Im anschließenden Rennen zog Jochen nach gutem Start gleich an Lacko vorbei und klemmte sich hinter den führenden Albacete. Die beiden vielfachen Europameister – Albacete dreifach, Jochen vierfach – lieferten sich ein enges, aber faires Duell um den Sieg, bei dem der Spanier am Ende knapp die Nase vorn hatte. Bis eine Runde vor Schluss konnte MAN-Pilot Sascha Lenz den 3. Podiumsplatz gegen die Angriffe Lackos und des ungarischen Mercedes-Piloten Norbert Kiss verteidigen. Dann musste er sich aber doch geschlagen und mit Platz 5 zufrieden geben. Jochens Teampartnerin Steffi Halm war schon anfangs aus der Spitzengruppe zurückgefallen. Ihr Iveco wurde in einem turbulenten Gerangel dann sogar noch so hart getroffen, dass sie ihren fahruntüchtigen Renntruck abstellen musste. Dennoch reichte es für „Die Bullen von Iveco Magirus" noch zum 2. Platz in der Teamwertung.

Im zweiten Tagesrennen starten die ersten Acht in umgekehrter Reihenfolge. Der Brite Shane Brereton (MAN) hatte die Pole und fuhr anschließend einen unerwarteten Start-Ziel-Sieg. Jochen lag anfangs noch hinter MAN-Pilot René Reinert und Sascha Lenz auf der 4. Position, konnte sich dann auf den 2. Platz vorkämpfen, kam letztendlich aber an dem erfolgreich blockenden Brereton nicht mehr vorbei und gab sich schließlich mit dem 2. Podiumsplatz zufrieden. Seine Teampartnerin Steffi Halm musste wegen ihres Ausfalls im vorherigen Rennen vom Ende des 15 Trucks starken Starterfelder ins Rennen gehen, fuhr anschließend die schnellste Rennrunde und so noch auf den 7. Rang vor. Das brachte dem Team abermals den 2. Platz ein.

Beim frühmorgendlichen Warm-Up am Sonntag fuhr Jochen auf der noch nicht so aufgeheizten Piste mit alten Reifen die schnellste Runde des Wochenendes; ein Indiz dafür, wie sehr die Pneus bei allzu heißen Asphalttemperaturen an Grip verlieren.

In der SuperPole der Top-Ten holte sich der Altensteiger Iveco-Pilot neben Polesetter Lacko den zweiten Startplatz. Die beiden schärfsten Konkurrenten im Titelkampf hatten einen guten Start. Lacko übernahm in den ersten Kurven innen liegend die Führung, doch noch bevor die erste Runde zu Ende war, hatte Jochen sie ihm schon wieder abgejagt. Trotz der schnellsten Rennrunde blieb Lacko dem Iveco hart auf den Fersen während Jochen knapp aber sicher seinen dritten Podiumsplatz an diesem Wochenende einfuhr; diesmal sogar ganz oben auf dem Treppchen. Für die Fahrerwertung ein wichtiger Sieg im punktereicheren ersten Tagesrennen. Seine Teampartnerin Steffi Halm fuhr auf den 3. Podiumsplatz. Das brachte dem „Bullen-Team" natürlich erneut einen klaren Sieg in der Teamwertung. Mit André Kursim im Cockpit fuhr der dritte Iveco in der Meisterschaft auf Platz vier. Somit lagen drei Iveco-Renntrucks allein auf den ersten vier Plätzen.

Ins letzte Rennen des Wochenendes ging Jochen von Startplatz acht aus. Reinert übernahm schnell die Führung mit Kiss im Schlepptau. Etwa zur Mitte des Rennens zog der Ungar am blauen MAN vorbei und fuhr letztendlich einem relativ klaren Sieg entgegen. Dahinter ging es dafür umso enger zu. Das von Reinert angeführte Verfolgersextett mit Lenz, Kursim, Hahn, Lacko und Halm lag beim Zieleinlauf gerade mal 4 Sekunden auseinander. Anschließend erhielt Reinert wegen Overspeed noch 10-Strafsekunden, die den MAN-Piloten auf den siebten Platz zurückwarf. So rückten alle anderen aus der Verfolgergruppe um einen Platz vor.„Die Bullen von Iveco Magirus" holten sich diesmal den 3. Platz und waren damit in allen vier Rennen auf dem Podium.

In der Meisterschaftswertung konnte Jochen seinen Vorsprung auf jetzt 188 Punkte weiter ausbauen. Zweiter ist Lacko (131) vor Kiss (121), Albacete (112) und Steffi Halm (107).

Auch in der Teamwertung liegen „Die Bullen von Iveco Magirus" mit insgesamt 306 Punkten ganz klar in Führung.

Jochen war am Sonntag mit dem Gesamtergebnis auch sehr zufrieden: „Wir haben gerade in den punktereicheren ersten Tagesrennen sehr gut abgeschnitten, sind insgesamt relativ unbeschadet über die Runden gekommen und haben den Vorsprung nicht nur verteidigt, wir haben ihn sogar noch ausgebaut. Das ist mehr als ich mir ursprünglich erhofft hatte, aber auch kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Wir haben ja jetzt bis zum nächsten Rennen in Most sieben Wochen Pause. Sicher werden wir uns auch mal erholen, doch müssen wir auch weiter hart arbeiten, die Erkenntnisse aus der ersten Saisonhälfte verarbeiten und umsetzen, denn die Konkurrenz schläft ja auch nicht. Und wie eng es tatsächlich ist, haben die Rennen hier wieder gezeigt. Jetzt wollen wir aber erst einmal etwas Urlaub machen."
Der 5. Lauf der FIA European Truck Racing Championship findet nach der Sommerpause vom 31. August bis zum 2. September im tschechischen Most statt.

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