Nürburgring 2018

Rennstrecke Nürburgring

Länge: 3,034m

Nürburgring GmbH
D-53520 Nürburg/Eifel
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ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn baut die Führung mit einem Sieg und einem zweiten Platz weiter aus

117.500 Zuschauer erlebten bei herrlichstem Sommerwetter und bester Stimmung den 33. Truck Grand Prix am Nürburgring, den 3. Lauf der Truck-Racing-Europameisterschaft der FIA. Nicht nur für das Team Hahn Racing ist der Truck-Grand-Prix der jährliche Saisonhöhepunkt. So waren natürlich auch alle Partner am Ring vertreten und freuten sich mit Jochen Hahn und seinem Team über die großen Erfolge in den punktereichen ersten Tagesrennen.

Am Donnerstag fanden zunächst die Presse- und VIP-Fahrten statt, bei denen man auch viele Partner und Sponsorenvertreter bei einer Mitfahrt im Iveco begeistern konnte.

Die SuperPole der Top-Ten aus dem Qualifying entwickelte sich am Freitag zu einem echten Krimi. Zwischen dem spanischen MAN-Piloten Antonio Albacete und Jochen ging es jeweils nur um Tausendstel. Am Schluss hatte der Madrilene dann doch die Nase ganz knapp vorn und sicherte sich so vor Jochen die Pole für das erste Rennen.

Jochen hatte zwar einen guten Start, konnte Albacete die Führung aber nicht abspenstig machen. Über 13 Runden fuhren die wohl erfahrensten Truckracer – zusammen bringen sie es auf insgesamt sieben Meistertitel – ein ganz enges Duell an der Spitze. Bei der Zieldurchfahrt hatte Albacete die Nase um wenige Zehntel vorn. Die weiteren Plätze gingen an den Ungarn Norbert Kiss (Mercedes), den tschechischen Titelverteidiger Adam Lacko (Buggyra-Freightliner) und Jochens Teampartnerin Steffi Halm. So belegten „Die Bullen von Iveco Magirus" auch ganz klar den ersten Platz in der Teamwertung.

Im zweiten Tagesrennen starten die acht Erstplatzierten in umgekehrter Reihenfolge. Jochen ging so von Platz 7 aus ins Rennen, die Pole hatte Iveco-Pilot Gerd Körber, der in diesem Jahr nur Race-by-Race startet. Der dienstälteste Truckracer übernahm gleich die Führung. Seine Schwabentruck-Kollegin Steffi Halm klemmte sich sofort an seine Stoßstange. Bald zog sie an Körber vorbei und übernahm die Spitze. Jochen hatte sich derweil auf Platz 5 vorgekämpft. Vor sich hatte er nur noch Lacko und Kiss, die ihn vom Podiumsplatz trennten. Jochen und der Ungar waren eindeutig schneller als der Tscheche, doch Kiss kam an Lacko einfach nicht vorbei. So setzte Jochen dann selbst knapp vor der Kurzanbindung zum Überholen an. Kiss zog in dem Moment genau in Jochens Spur, sodass der Altensteiger weiter nach außen ausweichen musste, in den dreckigen Pistenbereich geriet und nicht mehr richtig runterbremsen konnte. Jochen nahm den Notausgang und verlor dabei rund 30 Sekunden; mehr als der Platz 12 war da am Ende nicht mehr drin. Das Rennen gewann Steffi Halm vor Körber, Lacko und Kiss. Doch auch diesmal ging die Teamwertung wieder an die „Bullen von Iveco Magirus".

In der SuperPole am Sonntagmorgen drehte Jochen den Spieß um, holte sich die Pole und verwies nun seinerseits Albacete auf den 2. Startplatz. Beim Start zum anschließenden Rennen revanchierte sich der Spanier aber schon wieder, legte einen besseren Start auf den Asphalt und entriss Jochen die Führung. Doch noch in der ersten Runde konnte der Iveco-Pilot nach einer kleinen Rangelei die Führung zurückerobern. Der Spanier kam etwas von der Piste ab und zog anschließend Seite an Seite mit dem MAN-Piloten René Reinert durch die Schikane. Der Cottbusser übernahm Platz 2 und setzte nun zur Verfolgung Jochens an, konnte den Sieg des Iveco-Piloten aber nicht mehr ernsthaft gefährden.

Anschließend musste Reinert sich gar mit dem 3. Rang zufrieden geben und den 2. Platz Albacete überlassen, da der Deutsche bei seinem Überholmanöver in der Schikane diese nicht regelkonform durchfahren habe. Die Teamwertung ging zum dritten Mal an diesem Wochenende an die „Bullen von Iveco Magirus".

Im Schlussrennen gab es wieder eine umgekehrte Startaufstellung der acht Erstplatzierten. Auf Pole stand der französische Race-by-Race-Pilot Anthony Janiec. Der MAN-Pilot schaffte es anschließend tatsächlich, die Verfolgermeute in Schach zu halten und einen klassischen Start-Ziel-Sieg einzufahren.

Körber und Lacko folgten zunächst auf den weiteren Plätzen. Jochen war vom 8. Startplatz aus ins Rennen gegangen, arbeitete sich dann nach und nach vor. Lacko attackierte derweil den vor ihm liegenden Körber, worauf dessen Iveco nicht mehr fahrbar liegen blieb. André Kursim „rächte" aber schon bald seinen Iveco-Markenkollegen und zog nun an Lacko vorbei. Ein Quartett mit Albacete, Jochen, Steffi Halm und dem Briten Ryan Smith (MAN) war dem Führungsduo ganz dicht auf den Fersen. Schließlich passierten diese 7 Trucks innerhalb von nicht einmal 3 Sekunden die Ziellinie.

Halm und Smith erhielten schließlich noch eine 10-Sekundenstrafe wegen Overspeed und fielen so auf die Ränge 8 und 9 zurück; zunächst, denn etwa eineinhalb Stunden nach Rennende gab es eine weitere Ergebniskorrektur. Lackos Buggyra-Team hatte gegen Kursims Überholmanöver Protest eingelegt, da dieses unter gelber Flagge erfolgt sei.

Dem wurde stattgegeben. Kursim erhielt 30 Strafsekunden, fiel auf Platz 12 zurück und alle anderen rückten um eine Position vor. Jochen war nun Vierter.

Dessen ungeachtet hatten „Die Bullen von Iveco Magirus" schon zuvor zum vierten Mal an diesem Wochenende – und damit in allen Rennen – die Teamwertung gewonnen.

So führt das Team nicht nur klar in der Gesamtwertung. Auch in der Fahrerwertung konnte Jochen seine Führung – auf jetzt 137 Punkte – weiter ausbauen. Zweiter ist Lacko (95) vor Kiss (88), Albacete (87) und Steffi Halm (86).

Der 4. Lauf der FIA European Truck Racing Championship findet am 14. und 15. Juli auf dem Slovakiaring bei Bratislava statt.

Zusammenfassung SWR Samstag Truck-Grand-Prix: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/Truck-Grand-Prix,av-o1035487-100.html

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