Most 2018

Rennstrecke Most

Länge: 4,148m

Autodrom Most, Ltd.
Tvrzova ul., CZ 43401 Most
Telefon: +42 (0)-35-6100 197
Telefax: +42 /0)-35 6100 197

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn siegt auch in Most und verteidigt klar die Meisterschaftsführung

Vor insgesamt 90.000 Zuschauern fand am ersten September-Wochenende der 5.Lauf zur diesjährigen Truck-Racing-Europameisterschaft der FIA auf dem Autodrom im tschechischen Most statt. Mit dem Wetter hatten die Truckracer und Fans allerdings etwas Pech; meistens regnete es.

Am Freitag, als die freien Trainings und die Parade der Renntrucks ins Zentrum von Most stattfanden, war es noch vorwiegend trocken. Die erzielten Rundenzeiten stimmten das Team um Iveco-Pilot Jochen Hahn recht froh, hatte man doch in der langen Sommerpause einige Änderungen vorgenommen, wusste andererseits aber noch nicht, ob sich diese auch positiv auswirken würden.

Am Samstag waren all diese Überlegungen aber beinahe Makulatur. Es regnete. Die Rundenzeiten lagen um rund 20 Sekunden über denen vom Vortag. Nun begann man eigentlich von vorn und musste sich erst einmal wieder ans Limit herantasten. Im 1.Zeittraining fuhr Jochen die viertschnellste Zeit, wurde in der Startaufstellung dann aber – wie auch drei andere Konkurrenten – um drei Plätze zurückversetzt, weil er diese Zeit unter gelber Flagge gefahren war.

Durch die Strafen hatte nun MAN-Pilot Sascha Lenz die Pole. Neben im lag Jochens „Die Bullen von Iveco Magirus"-Teamkollegin Steffi Halm. Wegen der problematischen äußeren Bedingungen gab es zwei Runden hinter dem Pace-Truck und dazu noch eine Runde unter gelber Flagge. Als das Rennen schließlich frei gegeben wurde, zog Jochen am Iveco-Kollegen André Kursim vorbei. Eine Runde später schaffte es der Altensteiger, auch den Mercedes des Ungarn Norbert Kiss und den MAN des Spaniers Antonio Albacete zu überholen. Der Lokalmatador Adam Lacko, dessen Freightliner im Regen besonders gut läuft, hatte mittlerweile die Führung übernommen und fuhr einem viel umjubelten Sieg entgegen. Sascha Lenz wurde Zweiter und Jochen holte sich noch den 3.Podiumsplatz, nachdem er Steffi Halm noch hatte passieren können. In der Teamwertung kamen „Die Bullen von Iveco Magirus" auf den 2.Platz.

Zum zweiten Samstagsrennen waren die Streckenverhältnisse keineswegs besser geworden, so gab es das gleiche Startprocedere wie bereits zuvor. Jochen hatte schon einen Platz gutgemacht, geriet dann etwas jedoch sehr unsanft mit Albacete aneinander, wurde ins Kiesbett gedrückt, schlug glücklicherweise nicht ein, konnte auch aus eigener Kraft wieder zurück auf die Piste, hatte dabei aber einige Plätze verloren. Im Laufe des Rennens konnte sich der Iveco-Pilot hinter Lacko, MAN-Pilot René Reinert, Kiss und den beiden Iveco-Kollegen Steffi Halm und André Kursim wieder bis auf den 6.Platz vorarbeiten. Diesmal holten sich „Die Bullen von Iveco Magirus" Platz 3.

Am Sonntagmorgen sah es beim Warm-up zunächst genauso trüb aus, wie am Vortag. Zum Zeittraining gab es da schon leichte Lichtblicke am Himmel; und beim Team Hahn Racing. Hinter Lacko holte sich Jochen den 2.Startplatz. Als dann mittags das erste Sonntagsrennen anstand, hatte der Regen nicht nur ganz aufgehört, die Piste war auch größtenteils abgetrocknet. Erstmals an diesem Wochenende gab es einen regulären Start; und den absolvierte Jochen in bestechender Manier. Der Iveco-Pilot übernahm gleich die Führung und fuhr anschließend einen überlegenen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Die weiteren Podiumsplätze holten sich Lacko und Sascha Lenz. So sicherte Jochen auch den klaren Sieg des Teams „Die Bullen von Iveco Magirus".

Im letzten Rennen des Wochenendes hatte – infolge der umgekehrten Startaufstellung – der englische MAN-Pilot Shane Brereton die Pole vor seinem portugiesischen Markenkollegen José Rodrigues. Während der Engländer schon beim Start zwei Plätze verlor, konnte Jochen direkt zwei Positionen gutmachen. Nur wenig später geriet Brereton dann mit Kiss aneinander, musste durchs Kiesbett, fiel weit zurück und landete am Ende auf Platz 10. Nachdem René Reinert seinem Markenkollegen Rodrigues die Führung abgejagt hatte und auch Kiss bald am Portugiesen vorbeigezogen war, machte sich nun ein Verfolgertrio bestehend aus Adam Lacko, Jochen und Sascha Lenz auf, Rodrigues den 3.Podiumsplatz abzujagen. Daraus wurde allerdings nichts. Ganz im Gegenteil: Der MAN-Pilot konnte den Abstand zu seinen Jägern sogar noch vergrößern. Obgleich Jochen und Sascha klar schneller waren als der vor ihnen liegende Lacko, kamen sie doch auch nicht vorbei. So musste sich Jochen hinter Lacko und vor Lenz mit dem 5.Platz zufrieden geben. Die Podiumsplätze gingen an Reinert, Kiss und Rodrigues. Für „Die Bullen von Iveco Magirus" gab es mit dem 3.Platz das vierte Podium des Wochenendes.

„Ich bin ja heilfroh, dass sich das Wetter am Sonntag gebessert hat. Auf nasser Piste scheint mir Adam Lacko unschlagbar," sagte ein doch recht gelöster Jochen Hahn am Sonntagabend. „Wir haben in der Sommerpause hart gearbeitet. Am Samstag konnten wir ja nicht wirklich erkennen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Am Sonntag sah das schon ganz anders aus. Auch im letzten Rennen hatte ich das Gefühl, eigentlich noch wesentlich schneller zu können, aber ich kam an Adam nicht problemlos vorbei. Letztendlich ging es ja auch nur um einen Punkt mehr oder weniger. Dafür lohnt es sich einfach nicht, ein größeres Risiko einzugehen. Mal sehen, was uns Zolder jetzt bringt – hoffentlich keinen Regen."

Bis dahin führt Jochen Hahn die Fahrerwertung mit 231 Punkten (48 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten) gefolgt von Adam Lacko (183 Punkte) und Norbert Kiss (156 Punkte) weiter an. Seine Teamkollegin Steffi Halm liegt mit 123 Punkten aktuell auf Platz 6. In der Teamwertung führen die Bullen von Iveco Magirus mit 369 Punkten vor Team Reinert Adventure (276 Punkte) und Buggyra Racing 1969 (202 Punkte). Vom 14. bis 16. September geht es dann zum 6. und drittletzten Lauf zur FIA European Truck Racing Championship 2018 zum Circuit Zolder nach Belgien.

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