Le Mans 2018

Rennstrecke Le Mans

Länge: 4,180m

Circuit des 24 Heures du Mans
72019 Le Mans Cedex 2
Telefon: +33 (0)2 43 40 24 02
Telefax: +33 (0)2 43 40 24 88

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn gewinnt in Le Mans seinen fünften EM-Titel

Bei herrlichstem Spätsommerwetter holte sich Iveco-Pilot Jochen Hahn vor insgesamt 57.200 begeisterten Zuschauern beim 7. und vorletzten Lauf zur diesjährigen Truck-Racing-Europameisterschaft der FIA, ausgetragen auf dem Circuit Bugatti in Le Mans, schon vorzeitig seinen fünften Truck-Racing-Europameistertitel. Damit schloss der Altensteiger zur Truck-Racing-Legende Steve Parrish aus England (Europameister 1990, 1992, 1993, 1994 und 1996) auf. Bei drei der vier Rennen stand Hahn dabei auf dem Podium, einmal wurde er Vierter.

Mit seiner Teamkollegin bei „Die Bullen von Iveco Magirus", Steffi Halm im Schwabentruck-Iveco, machte der neue Champion aus dem Truck-Racing-Festival in Le Mans – neben den vier Rennen der FIA ETRC gab es auch noch vier Rennen der französischen Meisterschaft – ein Iveco-Freudenfest. Schließlich konnte der italienische Nfz-Hersteller neben dem überlegenen Gewinn des Fahrertitels auch den ebenso überlegenen Sieg in der Teamwertung der FIA-Meisterschaft feiern.

Jochen fährt auf dem Circuit Bugatti seit jeher besonders gern. So ging er auch dieses Rennwochenende äußerst entspannt an. Dieses Jahr fanden die freien Trainings in Le Mans erstmals bereits am Freitag statt. So standen die Teams am Samstag auch nicht unter dem in Le Mans sonst üblichen, enormen Zeitdruck.

In der SuperPole der Top-Ten fuhr er locker Startplatz zwei heraus. MAN-Pilot Sascha Lenz lag neben ihm auf der Pole. Beim Start nutzte Lenz seinen Vorteil, übernahm sogleich die Führung, kam in einer langen Kurve dann aber etwas weit nach außen. Jochen nutzte die offene Lücke und setzte sich an die Spitze. Anschließend enteilte das Führungsduo schnell seinen Verfolgern, die sich in kleinen Scharmützeln beinahe aufrieben. Völlig unbedrängt fuhr Jochen so vor Sascha Lenz seinen ersten Sieg an diesem Wochenende nach Hause. Der Ungar Norbert Kiss (Mercedes) holte sich den 3. Podiumsplatz. Teamkollegin Steffi Halm wurde Siebte. Zusammen reichte es locker für den ersten Platz auf dem Teampodium.

Im zweitenTagesrennen hatte Iveco-Markenkollege André Kursim – auf einem Hahn-Kunden-Renntruck – infolge der umgekehrten Startaufstellung die Pole. Kursim ging auch gleich in Führung; gefolgt von Steffi Halm und MAN-Pilot René Reinert. Schon in der ersten Runde war der Engländer Jamie Anderson (MAN) an einer höchst prekären Stelle im Kiesbett stecken geblieben. Es wurde Gelb geschwenkt, und als ein nebeneinander liegendes Dreiergrüppchen mit Reinert, Halm und dem tschechischen Titelverteidiger Adam Lacko auf den Abschnitt zufuhr, gab es harte Kontakte, in deren Folge Reinert durchs Kiesbett rauschte und anschließend mit einem Plattfuß vorne links das Rennen aufgeben musste. Auch Jochen hatte einiges an Gerangel zu überstehen, tat dies aber ziemlich unbeschadet. Runde für Runde kämpfte er sich weiter vor, doch André Kursim, Steffi Halm und Adam Lacko waren zu weit enteilt, als dass der Altensteiger sie noch vom Podium hätte verdrängen können. Sein 4. Platz reichte trotzdem allemal um zusammen mit den Punkten von Steffi Halm einen weiteren Teamsieg für Iveco einzufahren.

In Le Mans wird von den Fans seit jeher die Samstagnacht zum Tage gemacht. Das Programm auf der Piste geht bis spät in die Nacht, anschließend wird bei den Konzerten weiter gefeiert.

Beim Team Hahn Racing ging man den Sonntag ganz entspannt, dafür aber auch höchst konzentriert an. Schon in der SuperPole ließ Jochen nichts anbrennen. In einem extrem spannenden Qualifying holte er sich knapp den ersten Startplatz vor Sascha Lenz. Jochens schärfster Widersacher im Titelkampf, Buggyra-Pilot Adam Lacko (CZ), hätte nun mindestens 8 Punkte mehr holen müssen als der Altensteiger, um dessen vorzeitigen Titelgewinn noch zu verhindern. Doch dazu hätte Jochen schon ausfallen müssen. Der Tscheche hatte zuvor nämlich nur Startplatz 7 herausfahren können.

Alles sprach also dafür, dass Jochen seinen fünften Titel schon nach diesem Rennen würde feiern können. Der Iveco-Pilot enttäuschte sein Team und seine Fans natürlich nicht: Jochen setzte sich gleich an die Spitze und wie schon am Samstag fuhr das Duo Hahn / Lenz ganz überlegen die Plätze eins und zwei nach Hause. Kursim wurde Dritter vor Kiss und Steffi Halm. Das gute Teamergebnis bedeutete für „Die Bullen von Iveco Magirus" nicht nur den 3. Sieg im 3. Rennen, sondern eben auch den vorzeitigen Gewinn der Teamwertung.

Im Schlussrennen fiel die Pole an den englischen MAN-Piloten Ryan Smith. Neben ihm in der ersten Startreihe lag sein spanischer Markenkollege Antonio Albacete. Der wiederum liegt beim Kampf um den 3.Platz auf dem endgültigen FIA-Podium in einem ganz engen Clinch mit Norbert Kiss. Der Spanier setzte sich gleich an die Spitze, der stark unter Druck stehende Kiss fiel anfangs schon weit zurück und beendete das Rennen auf dem 10.Platz.

Jochen dagegen ging das Rennen höchst entspannt an; einfach in der Gewissheit, egal was auch passieren würde, ihm konnte niemand mehr dazwischenfunken. Während sich Albacete und Smith vorn etwas absetzten, fuhr Jochen ganz entspannt von der 8. auf die 4. Position vor. Er lag nun hinter seiner Teamkollegin Steffi Halm. Als diese dann – unbeabsichtigt – die Tür etwas zu weit aufmachte, nahm Jochen die „Einladung" gern an und zog vorbei. Anschließend schloss er zwar noch etwas zur Spitze auf, doch der Abstand zum Führungsduo war zu groß. So war Jochen am Ende mit dem 3.Platz hinter Albacete und Smith höchst zufrieden. Steffi Halm passierte die Zielflagge an 4. Position. Für das Team bedeutete das den 4.Sieg im 4. Rennen.

Anschließend meinte Jochen: „Das war ein Rennwochenende so ganz nach meinem Geschmack. Ich bin schon immer gern in Le Mans gefahren. Diese ganze Atmosphäre, dieses Fluidum, das übt irgendwie eine ganz besondere Wirkung aus. Dann kommt eben so etwas heraus, wie dreimal Podium in vier Rennen, darunter zwei Siege in den punktereicheren ersten Tagesrennen. Dann auch schnellste Rundenzeiten in allen vier Rennen – und vorzeitig schon den Titel in der Einzelwertung und zusammen mit Steffi und Schwabentruck im Teamchampionat gewonnen.

Wir danken all unseren Partnern und gerade auch Iveco. Man hat uns vor zwei Jahren das Vertrauen geschenkt, und wir haben jetzt die in uns gesetzten Hoffnungen erfüllt.

Ich freue mich jetzt unheimlich auf das Finale in Jarama. Das werde ich noch lockerer angehen als dieses Wochenende hier. Wir haben unser Ziel ja schon erreicht." Das Finale auf dem Circuito del Jarama nördlich von Madrid findet schon am kommenden Wochenende, dem 6. und 7. Oktober statt.

https://www.facebook.com/fiaetrc/videos/304802420112825/

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