Hungaroring 2019

Hungaroring

Streckenlänge: 4 381m

Hungaroring Sport Zrt.
H-2146 Mogyoród, Pf. 10.

Telefon: +36 28 444 444
Telefax: +36 28 441 860

http://www.hungaroring.hu

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn übernimmt auf dem Hungaroring die Führung in der Truck-EM

Vor insgesamt 25.000 Zuschauern fand auf dem östlich der ungarischen Hauptstadt Budapest gelegenen Hungaroring der 2. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship statt. Das Wetter bot den Truckracern fast alles was es zu bieten hat, strahlenden Sonnenschein, Temperaturen von knapp 30 Grad im Schatten und über 50 Grad auf der Piste, aber auch heftige Regenschauer und Gewitter. Letzteres Gott sei Dank nur, wenn es auf der Piste keine Aktivitäten gab.

Der Altensteiger Iveco-Pilot Jochen Hahn ließ sich von all dem nur wenig beeindrucken. Höchst konzentriert absolvierte er seine Trainings- und Rennläufe und holte am Ende mit Siegen in den beiden punkte reicheren ersten Tagesrennen sowie guten Plätzen in den beiden anderen Umläufen 52 von maximal 60 möglichen Punkten.

Die harte Arbeit der letzten Wochen hatte sich offenbar gelohnt. Schon die erste SuperPole der Top-Ten dominierte Jochen, er war knapp eine Sekunde schneller als seine schärfsten Verfolger.

Auch im anschließenden Rennen setzte sich diese Dominanz fort. Den Start gewann der Iveco-Pilot ganz klar und fuhr anschließend einen souveränen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Hinter dem Titelverteidiger spielte sich aber fast ein kleines Drama ab. Der Tscheche Adam Lacko, in Misano noch der große Sieger, gilt eigentlich als härtester Widersacher Jochens beim Unternehmen Titelverteidigung, musste bereits im ersten Rennen des Wochenendes herbe Dämpfer einstecken. Zunächst erhielt der Buggyra-Freightliner-Pilot wegen mehrfacher Geschwindigkeitsüberschreitung eine Durchfahrtsstrafe, sodass er das Rennen nur als Achter beendete. Anschließend wurde Lacko sogar noch disqualifiziert.

Die beiden anderen Podestplätze holten sich schließlich die MAN-Piloten Antonio Albacete (Spanien) und José Rodrigues (Portugal). Jochens „Die Bullen von Iveco Magirus"-Teamkollegin Steffi Halm wurde Fünfte; das heißt: überlegener Sieg in der Teamwertung.

Auch die beiden weiteren Iveco-Piloten André Kursim auf dem 4. Platz und René Reinert auf der 8. Position waren ganz vorn mit dabei, vier Ivecos unter den ersten Acht, da war man bei Hahn-Racing doch sehr stolz – aber es sollte ja noch besser kommen.

Mit dem 8. Platz hatte sich René Reinert auch die Pole für das zweite Tagesrennen gesichert, Jochen startete von der achten Position aus. Schon beim Start ging MAN-Pilot Sascha Lenz am Reinert-Iveco vorbei, unbedrängt fuhr das Führungsduo anschließend dem Ziel entgegen. Steffi Halm erfuhr sich den 3. Podiumsplatz vor André Kursim, dem Ungarn Norbert Kiss (Mercedes Benz) und Jochen, der sich im Laufe des Rennens um zwei Positionen hatte verbessern können. Das hieß auch: Die vier Ivecos waren diesmal sogar unter den Top-6.

In der Teamwertung belegten „Die Bullen von Iveco" den 2. Platz.

In der Nacht zum Sonntag waren heftige Regenschauer über dem Hungaroring niedergegangen. Doch weder im frühmorgendlichen Warm-Up noch bei der anschließenden Qualifikation und der SuperPole ließ sich Jochen von den nicht optimalen Verhältnissen beeindrucken; er fuhr überall Bestzeit ein.Vor dem ersten Sonntagsrennen hatte es erneut geregnet, die Stewards ließen deshalb die erste Rennrunde unter „Gelb" fahren, also Überholverbot.

Jochen gab als Polesetter den Takt vor, hatte anschließend einen hervorragenden Start und war nach kürzester Zeit schon uneinholbar davon geprescht.Der Teamkollegin Steffi Halm blieb da nur noch ihre zweite Position gegen Sascha Lenz zu verteidigen. In der vorletzten Runde musste der MAN-Pilot seinen Renntruck dann jedoch wegen eines technischen Defekts abstellen, so ging der 3. Platz schließlich an Lokalmatador Kiss. René Reinert wurde Fünfter und André Kursim Siebter. Auch die Teamwertung gewann einmal mehr die Iveco-Crew.

Im letzten Rennen des Wochenendes hatte der englische MAN-Pilot Jamie Anderson die Pole, André Kursim startete von der 2. Position aus.

Schon in der ersten Runde konnte der Iveco-Pilot an Anderson vorbeiziehen, wenig später folgte René Reinert. Der Engländer fiel schließlich im Laufe des Rennens auf den 8. Rang zurück, während Jochen vom achten auf den vierten Platz vorfuhr. Den Sprung aufs Podium schaffte der Altensteiger dann doch nicht mehr, hier musste er den 3. Platz dem Spanier Albacete überlassen. Steffi Halm passierte knapp hinter Jochen als Fünfte die Ziellinie. Das bedeutete nicht nur einen weiteren Sieg in der Teamwertung, sondern von den fünf ersten Renntrucks stellte Iveco allein vier.

Nach diesem so erfolgreichen Wochenende führt Jochen (94 Punkte) die FIA-Fahrerwertung klar an, gefolgt von Albacete (71), Kiss (63), Steffi Halm (61) und René Reinert (57).

Hoch zufrieden aber auch ein bisschen nachdenklich meinte Jochen am Sonntagabend: „Natürlich ist es für uns und Iveco hervorragend gelaufen. Aber das, was Adam hier passiert ist, Strafen wegen Overspeed oder Überfahren der Corner Marker und technische Defekte, das kann jedem von uns auch sehr schnell passieren. Im Augenblick sieht unser Vorsprung in der Meisterschaft bombastisch aus, abgerechnet wird aber erst zum Schluss. Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit, um technische Probleme möglichst schon im Vorfeld auszuschalten. Doch gegen Unfälle oder anderes Unvorhersehbares sind auch wir nicht gefeit. Jetzt warten wir erst einmal das nächste Rennwochenende ab, ob es da ähnlich gut läuft."

Der dritte Lauf zur FIA European Truck Racing Championship steht in nicht einmal zwei Wochen vom 5. bis zum 7. Juli auf dem Slovakiaring an.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.fiaetrc.com

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