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Saison 2009
Team Hahn Racing mit Traumwochenende
Barcelona/Altensteig, 06. Juli 2009 - Beim 5. Lauf der FIA European Truck Racing Championship auf dem F1-Kurs von Barcelona, dem Ciruit de Catalunya, herrschte nicht nur ein traumhaftes Sommerwetter, für das Team Hahn Racing wurde es auch sportlich zu einem Traumwochenende: Vor insgesamt 17.000 Zuschauern in allen vier Rennen auf dem Podium und mit 52 Punkten auch erfolgreichster Fahrer des Wochenendes.
Schon der Samstag begann ausgesprochen viel versprechend für das Team aus Altensteig, mit 1:30,479 die schnellste Runde des Tages und damit auch die Pole für das 1. Rennen. Neben Hahn in der ersten Startreihe lag Lokalmatador und MAN-Markenkollege Antonio Albacete. Die beiden Buggyras mit Titelverteidiger David Vrsecky aus Tschechien und dem Schweizer Markus Bösiger, neben Albacete Hahns schärfste Konkurrenten in der Truck-EM, mussten von den Startplätzen drei und fünf ins Rennen gehen.
Der deutsche MAN-Pilot übernahm gleich die Spitze vor Vrsecky und Albacete. Das Führungsduo konnte sich leicht vom Spanier absetzen, wobei Vrsecky einen ungeheuren Druck auf Hahn ausübte. Ein kleiner Fehler des Schwaben beim Überrunden eines langsameren Konkurrenten reichte dem Titelverteidiger, und schon war er vorbei. Eine Sekunde vor Hahn passierte er schließlich die Ziellinie. Albacete kam auf Platz drei ins Ziel, Bösiger war nach einem Startgerangel weit zurückgefallen und musste sich erst wieder vorkämpfen. Hinter dem Briten Stuart Oliver kam der Schweizer an fünfter Position ein.
Ins zweite Tagesrennen gehen die ersten Acht in umgekehrter Reihenfolge, Vrsecky also auf der 8. Startposition, Hahn und Albacete auf sieben und sechs und Bösiger auf vier.
In der ersten Startreihe standen die beiden Youngster Chris Levett (GBR) und Antony Janiec (FRA). Während der englische MAN-Pilot seine Chance nutzte und sich zunächst einmal vom Verfolgerfeld lösen konnte, fiel der französische Renault gleich zurück. Die „Großen Vier“ mussten sich nun erst durch die Gruppe der etwas Langsameren wühlen, und das gelang Albacete eindeutig am besten. Etwa zu Mitte des Rennens hatte er Levett passiert, und nun schien der Spanier unter dem Jubel seiner Landsleute einem klaren Sieg entgegen zu fahren. Hahn und die beiden Buggyra-Piloten hatten bei den Überholkämpfen einfach zuviel Zeit verloren. Nachdem der Deutsche jedoch auch erst einmal freie Fahrt hatte, setzte er zu einer unglaublichen Verfolgungsjagd an. Runde um Runde holte er auf, am Ende rettet Albacete seinen Sieg nur noch um 1 Sekunde ins Ziel. Eine Runde mehr und Hahn hätte hier sicher ganz oben auf dem Podium gestanden. Doch auch mit dem erneuten zweiten Platz zeigte sich der Deutsche sehr zufrieden.
Und dann kam der Sonntag, erneut Temperaturen jenseits der 35-Grad Marke, der Asphalt heizte sich zeitweise gar bis auf 52 Grad auf. Hahn blieb dennoch cool bis in die Zehenspitzen. Im Zeittraining fuhr er hinter Albacete zwar nur die zweitschnellste Runde, doch er wusste, da war mehr drin. „Mir ist da in meiner schnellsten Runde ein kleiner Fehler unterlaufen“, bemerkte der Schwabe, verschmitzt in die strahlende Sonne blinkend. Seine beiden Konkurrenten aus dem Buggyra-Stall hatten ihr Zeittraining zudem völlig versemmelt. Über die Startplätze fünf und sieben waren Vrsecky und Bösiger nicht hinausgekommen.
Über 5 Runden lieferten sich Albacete und Hahn ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, der Spanier unter dem Jubel seiner Fans immer knapp vorweg. Doch schien Hahns „Black MAN“ schneller als der rote Cepsa-Truck. Und tatsächlich eine kleine Unaufmerksamkeit des Spaniers und schon schoss der Deustche vorbei. Und von da an demonstrierte Hahn eine unerwartete Überlegenheit, bis zum Zieleinlauf nahm er Albacete noch 6 Sekunden ab.
Vrsecky und Bösiger mussten sich derweil wieder durchs vordere Mittelfeld wühlen, wobei der Tscheche dabei sichtlich erfolgreicher zu Werke ging. Am Ende schaffte er es sogar noch zu Albacete aufzuschließen, dennoch blieb es für Vrsecky beim dritten Platz. Bösiger gelang es nicht, seinem Teamkollegen ganz zu folgen. Bei den vielen Überholvorgängen verlor einfach mehr Zeit, so blieb ihm am Ende hinter dem Österreicher Egon Allgäuer erneut der fünfte Rang.
Im abschließenden Rennen lag Hahn nun also auf dem 8. Startplatz und hatte Albacete und Vrsecky direkt vor sich. Die erste Startreihe war in Renault-Hand, Markus Altenstrasser auf der Pole neben seinem Teamkollegen Frankie Vojtisek, Bösiger lag direkt dahinter. Schon beim fliegenden Start geriet der Schweizer in ein heftiges Gerangel und wurde weit hinausgetragen. Hahn, Albacete und Vrsecky entgingen dem Anfangsgetümmel dagegen unbeschadet. Mit großer Verspätung kehrte derweil Bösiger auf die Piste zurück und wurde schon bald vom Führungsduo Altenstrasser und Vojtisek eingeholt. Beim Überrunden des Schweizers gerieten die beiden Renaults aneinander und wurden dabei so stark beschädigt, dass sie bald in die Boxengasse fuhren. Zwischenzeitlich war Bösiger wieder richtig in Schwung gekommen und fuhr rundenlang hinter Vrsecky, der nach dem Crash die Führung übernommen hatte, an zweiter Position – allerdings mit einer Runde Rückstand. Albacete und Hahn waren auch den weiteren Scharmützeln unbeschadet entkommen und folgten dem Buggyra-Duo. Doch der Abstand war einfach zu groß, als dass sie den Sieg Vrseckys noch hätten gefährden können. Zudem waren sie auch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, denn der Spanier sah sich ständiger Attacken Hahns ausgesetzt. Und wieder einmal schien es so, als könne der deutsche MAN etwas schneller als der spanische, doch zum sicheren Überholen reichte es einfach nicht. Letztendlich ging es aber auch nur um einen Punkt mehr, kein Grund für Hahn also, aufs Ganze zu gehen und die 8 Zähler für den dritten Platz noch aufs Spiel zu setzen.
Mit den insgesamt 52 Meisterschaftspunkten von Barcelona hat Jochen Hahn in der Gesamtwertung mit nun 171 Zählern den Abstand zu den führenden Albacete (249), Vrsecky (227) und Bösiger (187) weiter verkürzt. Entsprechend hoch ist jetzt die Erwartungshaltung – auch der vielen deutschen Fans – für das nächste Rennen, dem Truck Grand Prix am Ring in gut 3 Wochen.
In der Team-Meisterschaft holte sich das Team HahnOxxo Racing – zusammen mit dem ungarischen MAN-Piloten Balazs Szobi – in allen Rennen Podiumsplätzen, im letzten Rennen gab es gar einen viel bejubelten Sieg. Das gute Gesamtergebnis wurde am Sonntagabend ausgiebig im Swimmingpool des Oxxo-Teams gefeiert.


Copyright: Team Hahn Racing / A. & W. Bartscher


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