Zolder 2017

Rennstrecke Zolder

Länge: 4,000m

Circuit Zolder
B 3550 Heusden-Zolder
Telefon: +32 (1)1-85.88.88
Telefax: +32 (1)1-85.88.95

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn verteidigt in Zolder den zweiten Platz in der Meisterschaft

Der 7. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship im belgischen Zolder litt anfangs unter starken Regenfällen. Am Wochenende, den beiden eigentlichen Renntagen, konnten sich Piloten und Zuschauer jedoch über bestes Rennwetter freuen.
Für den Donnerstag war eine City-Parade der Renntrucks in das Zentrum von Heusden-Zolder vorgesehen; dieses Vorhaben fiel allerdings buchstäblich ins Wasser.
Auch am Freitag, während der beiden Freien Trainings, goss es zeitweise in Strömen, sodass die Rundenzeiten rund 15 bis 20 Sekunden langsamer waren als sonst und somit wenig über die tatsächliche Leistungsstärke aussagten.
Ab Samstag sah es dann ganz anders aus. Der Himmel war nur noch leicht bewölkt, die Sonne strahlte vom Himmel, alles blieb trocken. In der Super Pole der Top Ten sicherte sich der Altensteiger Jochen Hahn mit seinem Iveco-Renn-Truck den 3. Startplatz hinter dem Tschechen Adam Lacko (Buggyra-Freightliner) und dem ungarischen Mercedes-Piloten Norbert Kiss.
Während Kiss im anschließenden Rennen dem Buggyra-Piloten die Führung gleich abjagen konnte, behauptete Jochen erst einmal seinen 3. Platz. In der vierten Runde blockierte das Getriebe an Lackos Freightliner. Der Race Truck stoppte abrupt. Jochen und der direkt hinter ihm liegende MAN von Sascha Lenz fuhren auf. Während das Getriebeproblem für Lacko das Ende bedeutete, konnten Jochen und Lenz nach einer kurzen Schrecksekunde das Rennen erfolgreich fortsetzen und fuhren schließlich hinter Kiss auf den Plätzen zwei und drei ein.
Ins zweite Tagesrennen ging Jochen infolge der umgekehrten Startaufstellung vom 7. Startplatz aus. Die Pole hatte Jochens „Die Bullen von Iveco-Magirus“-Teamkollege Gerd Körber vor dem Portugiesen José Rodrigues (MAN) und Mercedes-Pilot André Kursim. Die beiden zogen schon gleich an Körber vorbei. Nur wenig später überholte Kursim in einem gewagten Manöver auch Rodrigues, übernahm damit die Führung und fuhr anschließend seinen ersten Sieg in der FIA ETRC ein.
Während Körber weiter zurückfiel, konnte Jochen sich noch auf Platz 4 vorkämpfen. Die Podiumsplätze waren aber neben Kursim dessen Teamkollegen Kiss und dem Spanier Antonio Albacete auf MAN vorbehalten.
„Die Bullen von Iveco-Magirus“ belegten am Samstag einmal den zweiten und einmal den 3. Platz.
In der sonntäglichen Super Pole sicherte sich Jochen erneut den 3. Startplatz für das erste Tagesrennen. Die Pole hatte Lacko. Der Tscheche übernahm auch gleich die Führung. Zwischen Lacko und Jochen lag aber noch Albacete. Als der Altensteiger den MAN schließlich passiert hatte, war Lackos Vorsprung schon so groß, dass der Iveco-Pilot sich am Ende mit dem 2. Platz zufrieden gab.
Anschließend musste Albacete um seinen 3. Podiumsplatz noch hart kämpfen. Um gerade mal 4 Zehntel konnte er den MAN seiner hartnäckigen Verfolgerin Steffi Halm auf den 4. Platz verweisen.
Im letzten Rennen des Wochenendes lag Kursim, der Überraschungssieger des Vortags, auf der Poleposition. Jochen ging erneut vom 7. Platz aus ins Rennen. Kursim ließ sich auch von dem höchst erfahrenen Tschechen David Vršecký (Buggyra-Freightliner) die Führung nicht abjagen, ganz im Gegenteil. Während sich Vršecký einer starken Verfolgermeute erwehren musste, stürmte Kursim davon und seinem 2. Sieg entgegen.
Bis zum ersten Drittel des Rennens gehörte auch Jochen, der gleich anfangs schon einen Platz gut gemacht hatte, zu dieser Verfolgermeute. Dann jedoch gab sein Iveco plötzlich infernalisch laute Geräusche von sich. Im Abgassystem hatte sich offensichtlich etwas gelöst. Im Nu fiel er mit Leistungsverlust bis auf die 9. Position zurück, anschließend fing sich der Iveco aber wohl wieder. Seite an Seite mit seinem Teamkollegen Körber passierte Jochen schließlich die Ziellinie. Um den Bruchteil eines Wimpernschlags hatte Jochen dann doch noch das bessere Ende für sich und fuhr auf den 8. Platz.
Hinter Sieger Kursim gingen die weiteren Podiumsplätze an Vršecký und Kiss.
In der Teamwertung errangen „Die Bullen von Iveco Magirus“ am Sonntag erneut einen zweiten Platz.
„Eigentlich sind wir mit dem Wochenende ganz zufrieden. Zwei 2. Plätze in der Fahrerwertung, dazu noch drei Podiumsplätze für das Team; da habe ich in Zolder schon wesentlich unangenehmere Erinnerungen gemacht“, meinte Jochen am Sonntagabend mit einem leichten Augenzwinkern. „Ich will ja nicht nach den Sternen greifen, die Vizemeisterschaft ist aber derzeit sehr realistisch. Den Vorsprung zu Norbert Kiss konnten wir schließlich halten.“
In der Gesamtwertung führt Adam Lacko weiter unangefochten mit insgesamt 311 Punkten. Jochen hat 258 und damit 12 Zähler mehr als Kiss.
Der 8. und vorletzte Lauf zur FIA-Truck-Racing-Europameisterschaft findet bereits am kommenden Wochenende, dem 23. und 24. September, auf dem Circuit Bugatti im französischen Le Mans statt.

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