Nürburgring 2016

Rennstrecke Nürburgring

Länge: 3,034m

Nürburgring GmbH
D-53520 Nürburg/Eifel
Telefon: +49 (0)2691 302-0
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ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Ein erfolgreiches Heimrennen vor der Sommerpause

„Ja ist denn schon wieder Sommerpause?“ Das leicht abgewandelte Zitat des Kaisers passt auch für die Truckracer, die sich am ersten Juli-Wochenende zum 31. Truck Grand Prix auf dem Nürburgring versammelten und danach eine längere Verschnaufpause einlegen. Der Kaiser passt in diesem Jahr noch aus einem anderen Grund: Am Samstagabend verfolgten viele Besucher, Mechaniker und natürlich auch die Fahrer mit Spannung das Viertelfinalmatch der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Angstgegner Italien bei der Europameisterschaft.

Für die Fahrer(innen) war das Programm beim Truck GP in diesem Jahr um einen Tag verkürzt. Da der ADAC die beliebten Presse- und VIP-Fahrten bei der 31. Auflage des Spektakels leider gestrichen hatte, donnerten die Renntrucks diesmal erst am Freitag über die Sprintstrecke des Nürburgrings. Nach zwei freien Trainingseinheiten ging es für die Piloten am Freitagnachmittag darum, sich für das Samstagsrennen die beste Ausgangsposition zu sichern. Einmal mehr markierte Jochen Hahn in der Superpole die schnellste Rundenzeit, dichtauf gefolgt von Adam Lacko, Steffi Halm, Norbert Kiss und René Reinert. Wie schon gewohnt, liefen die drei neu vom Team Hahn aufgebauten Renntrucks problemlos wie ein Schweizer Uhrwerk und platzierten sich in den Top Ten. Auch die „Gebrauchtfahrzeuge“ aus der „Altensteiger Garage“ bewährten sich beim Truck Grand Prix – insgesamt waren diesmal acht von Hahn gebaute Trucks im Einsatz.

Das erste Samstagsrennen lief aus Sicht von Hahn perfekt – mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg sicherte sich der EM-Favorit die maximale Punkteausbeute. Sein direkter Konkurrent Adam Lacko hatte in diesem Lauf keine Chance, Jochen gefährlich zu werden und folgte dem blau-weißen MAN mit leichtem Rückstand. Erneut sensationell gut: Steffi Halm, die sich den dritten Platz erkämpfte und damit vor Norbert Kiss und ihrem Teamchef René Reinert ins Ziel kam.

Im zweiten Rennen des Tages ging es ziemlich munter zu. Zunächst übernahm Sascha Lenz (der im Übrigen an diesem Wochenende deutlich besser in Form war als sein Vater Heinz-Werner) die Führung. Wegen diverser Karambolagen – unter anderem von René und Adam – wurden erstmals die roten Flaggen ausgepackt. Nach dem Rennabbruch und Neustart dauerte es drei Runden, ehe sich Steffi Halm an die Spitze des Feldes vorgearbeitet hatte – und dort blieb sie auch die restlichen zehn Runden. Jochen Hahn arbeitete sich vom achten Startplatz aus auf den zweiten Rang vor und hatte dabei Norbert Kiss im Schlepptau, der sich im Mercedes Platz 3 sichern konnte. René Reinert beendete den Samstag ebenfalls mit harter Arbeit. Er musste aus der Boxengasse starten und kämpfte sich vom Endes des Feldes mit insgesamt 21 Startern noch auf Platz 6 vor.

Den Sonntag begann der dreimalige Europameister aus Altensteig so, wie er den Samstag beendet hatte: erfolgreich. Er sicherte sich zum zweiten Mal an diesem Wochenende die Pole Position, diesmal allerdings vor René Reinert. Die Platzkarten für die zweite Startreihe hatten sich Adam Lacko und Halm reserviert. Die Super Pole war zugleich eine eindrucksvolle Bestätigung für die Qualität der Hahn-Trucks: Der Brite Shane Brereton fährt auch auf einem Truck aus Altensteig und schaffte es an diesem Tag ebenfalls in die Auswahl der zehn Besten.

Nachdem es in der aktuellen Saison bei den drei vorangegangen Rennwochenenden jeweils mindestens an einem Tag geregnet hatte, wollte natürlich auch der Nürburgring keine Ausnahme machen – die Wetterlaunen der Eifel sind ja berüchtigt, wobei es in diesem Jahr einigermaßen glimpflich abging. Lediglich unmittelbar vor Beginn des Championshiprennens 3 begann es heftig zu regnen, so dass die Rennleitung zwei Einführungsrunden und einen Start unter Gelb anordnete. Als das Rennen frei gegeben wurde, blieb Jochen zunächst in Führung, vor Reinert und Lacko. Doch Adam wollte sich erneut als Regenkönig feiern lassen und schaltete trotz der schwierigen Bedingungen umgehend auf Attacke. Nach drei Runden hatte er sowohl René Reinert überholt als auch zu Jochen aufgeschlossen. Nach einem weiteren Umlauf hatte sich der Tscheche im Freightliner an die Spitze gesetzt – der Sieg war das aber noch nicht. Nach einer Unvorsichtigkeit Lackos tauschten die beiden Top-Akteure noch einmal die Plätze. Doch wenig später musste sich Jochen Hahn dem Konkurrenten endgültig beugen und konzentrierte sich in der Folge darauf, den zweiten Platz sicher über die Zeit zu bringen. Mit deutlichem Abstand beendeten Norbert Kiss, Gerd Körber, René Reinert und Steffi Halm die 13-Runden-Distanz.

Bis zum Start des finalen Rennens hatte sich das Wetter wieder beruhigt und die Piste war abgetrocknet. Die Zuschauer bekamen zum Abschluss des 31. Truck Grand Prix noch einmal ein extrem spannendes Rennen mit tollen Positionskämpfen zu sehen. An der Spitze gab es lange Zeit einen Zweikampf zwischen René, der in der ersten Runde an Pole-Setter Anthony Janiec vorbeigegangen war, und Adam Lacko. Zwei Runden vor Schluss kollidierten die beiden Kontrahenten, Reinert musste in der Folge ins Kiesbett ausweichen und fiel auf Platz 5 zurück. Damit rückte Jochen, der den beiden mit knappem Abstand gefolgt war, auf den Silberrang vor. Steffi Halm krönte ihre tolle Leistung mit einem weiteren Podiumsplatz.

Ein Auftritt vor den heimischen Fans ist immer eine zweischneidige Sache – Jochen Hahn kann viele Geschichten davon erzählen. Doch nach dem 31. Truck Grand Prix war das Team Hahn Racing rundum zufrieden: „Es war ein tolles Wochenende für uns,“ zog Jochen Hahn eine erste Bilanz. Er war bei seinem Heimrennen, bei dem wie gewohnt auch zahlreiche Gäste von Sponsoren und Partnern betreut wurden, nach allen vier Wertungsläufen auf dem Podium, das Team Reinert Adventure baute die Führung in Teammeisterschaft aus – und Hahn geht mit dem kleinsten möglichen Abstand auf Adam Lacko in die Sommerpause: Ein Punkt trennt die beiden Titelaspiranten nach vier von neun Rennen.

Wer Jochen Hahn, seinen Renn-Truck und das Team Hahn Racing gerne näher kennen lernen oder mit uns feiern möchte, hat dazu am Sonntag, 17. Juli Gelegenheit. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Team Hahn Racing findet an diesem Tag in Altensteig ein Tag der offenen Tür statt.

Gesamtwertung:
Adam Lacko 198 Punkte
Jochen Hahn 197 Punkte
René Reinert 118 Punkte
Norbert Kiss 98 Punkte
Anthony Janiec 95 Punkte
Steffi Halm 90 Punkte
Gerd Körber 63 Punkte
Sascha Lenz 49 Punkte
Ellen Lohr 40 Punkte
Jiří Forman 33 Punkte

Teamwertung:
Team Reinert Adventure 325 Punkte
Buggyra Racing 1969 261 Punkte
Lion Truck Racing-Lenz 181 Punkte

YOUTUBE LIVE STREAMING:

Race 1 Sat:
Link: https://youtu.be/tiJc6t8XP9E

Race 2 Sat:
Link: https://youtu.be/o6jYuL2OJtA

Qualifying Sun:
Link: https://youtu.be/rP7aigOxaR0

Race 3 Sun:
Link: https://youtu.be/9hDhO6ErRko

Race 4 Sun:
Link: https://youtu.be/0-2d6P8crEo

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