Most 2017

Rennstrecke Most

Länge: 4,148m

Autodrom Most, Ltd.
Tvrzova ul., CZ 43401 Most
Telefon: +42 (0)-35-6100 197
Telefax: +42 /0)-35 6100 197

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn festigt in Most den zweiten Platz in der Gesamtwertung

Nach der Hitzeschlacht vom Hungaroring bot der 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship auf dem Autodrom im tschechischen Most vor insgesamt 95.000 Zuschauern ein echtes Kontrastprogramm. Am Freitag während der Pressefahrten und der Freien Trainings regnete es noch kräftig. Die Zeiten lagen denn auch rund 20 Sekunden über den normalen Rundenzeiten. Als am späten Nachmittag die Fahrt der Race-Trucks in die City anstand, wurde es dann doch etwas besser.
Am Samstag war zwar alles grau in grau, aber es blieb wenigstens trocken. Jochen Hahn kam mit seinem Iveco-Renntruck gleich gut in Fahrt, er gewann die SuperPole vor Mercedes-Pilot Norbert Kiss (HUN) und dem Lokalmatadoren Adam Lacko auf seinem Buggyra-Freightliner.
Im anschließenden Rennen entschied Jochen den Start für sich und legte damit den Grundstein für einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg. Um die weiteren Podiumsplätze wurde jedoch hart gekämpft. Schließlich konnte Lacko etwa zur Mitte des Rennens an Kiss vorbeiziehen. Somit waren dann auch die restlichen Podiumsplätze verteilt.
Jochens „Bullen von Iveco Magirus“-Teamkollege Gerd Körber kämpfte mit technischen Problemen, steuerte aber am Ende mit seinem 10. Platz noch ausreichend Punkte bei, dass man auch die Teamwertung gewann.
Infolge der umgekehrten Startreihenfolge im zweiten Tagesrennen startete der Engländer Ryan Smith (MAN) von der Pole, Jochen vom 8. Platz aus.
Smith kam gut ins Rennen und übernahm gleich die Führung, gefolgt von den beiden deutschen MAN-Piloten Sascha Lenz und Steffi Halm. Als wenig später Steffi Halm an ihrem Teamkollegen Lenz vorbeizog, waren die Podiumsplätze vergeben. Jochen konnte sich im Laufe des Rennens um einen Platz auf den 7. Rang verbessern.
Beim sonntäglichen Qualifying holte sich Jochen in der Super Pole den zweiten Startplatz. Polesetter Lacko übernahm schon beim Start des anschließenden Rennens die Führung und gab sie bis zum Ziel auch nicht mehr ab. Jochen folgte mit knappem Abstand. Um erfolgreiche Attacken gegen den Tschechen zu reiten, war dieser dann aber doch zu groß. Schließlich gab sich der Iveco-Pilot mit dem zweiten Platz zufrieden, zumal Kiss, mit dem Jochen derzeit um den zweiten Rang in der Meisterschaftswertung kämpft, hinter dem Spanier Antonio Albacete (MAN) und Steffi Halm über den 5. Rang nicht hinauskam. Diese Fünfergruppe war dem Tohuwabohu in der ersten Schikane gleich nach dem Start unbeschadet entkommen. Andere mussten sehr viel Federn lassen, wie auch der Vortagssieger Smith und vor allem Jochens Teamkollege Gerd Körber, die beide aufgeben mussten. Dennoch reichte es für die „Bullen von Iveco Magirus“ – infolge der besseren Platzierung von Jochen – erneut zu einem Podiumsplatz, diesmal war es der dritte.
Im Schlussrennen fiel die Pole an den britischen MAN-Pilot Shane Brereton, der im vorherigen Rennen Achter geworden war. Und dieses Rennen war sehr seltsam: Es war das langsamste des gesamten Wochenendes, obwohl bei leichtem Sonnenschein zwischenzeitlich bestes Rennwetter herrschte.
Brereton gewann das Startduell gegen den zweiten Buggyra-Piloten David Vršecký (CZE). Lenz war eigentlich auch schon am Tschechen vorbei, als er aufs Gras geriet und die ganze Verfolgerarmada inklusive Jochen vorbeiziehen lassen musste.
Wer nun aber geglaubt hatte, man mache sich direkt auf die Verfolgung des schon etwas enteilten Brereton, sah sich getäuscht. Der Vorsprung des Engländers, der es am Vormittag nicht einmal in die Top-Ten geschafft hatte, wuchs permanent an, während sich hinter Vršecký ein echter Race-Truck-Stau bildete.
Bei der Zieldurchfahrt lagen die neun Trucks vom zweiten bis zum 10. Platz weniger als 4 Sekunden auseinander. Hinter Vršecký holte sich Steffi Halm den 3. Podiumsplatz, Jochen wurde Sechster. Teamkollege Körber musste wegen seines Ausfalls im vorherigen Rennen vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen, fuhr aber doch noch auf den 9. Platz vor.
In der Gesamtwertung liegt Lacko mit 278 Punkten weiter vorn, Jochen folgt mit 218 vor Steffi Halm (209) und Kiss (201).
„Ein Sieg, ein zweiter Platz, das ist schon mehr als ich erwartet habe“, meinte Jochen Hahn nach dem letzten Rennen. „Ich bin Realist. Ich schiele nicht unbedingt auf den Titel, denn der Vorsprung von Adam ist mit 60 Punkten schon gewaltig und unter normalen Umständen kaum mehr aufzuholen. Deshalb konzentriere ich mich mehr darauf, den zweiten Platz zu festigen und das ist mir hier bestens gelungen.“
Der 7. Lauf zur FIA Truck-Racing-Europameisterschaft findet in knapp zwei Wochen vom 15. bis zum 17.September auf dem Circuit Zolder in Belgien statt.

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