Le Mans 2017

Rennstrecke Le Mans

Länge: 4,180m

Circuit des 24 Heures du Mans
72019 Le Mans Cedex 2
Telefon: +33 (0)2 43 40 24 02
Telefax: +33 (0)2 43 40 24 88

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Erfolgreiches Wochenende in Le Mans für Jochen Hahn

Vor knapp 56.000 Zuschauern fanden auf der Traditionsstrecke Circuit Bugatti in Le Mans bei bestem Spätsommerwetter die 24 Heures Camions – gleichzeitig der 8. Lauf der FIA-Truck-Racing-Europameisterschaft – statt.
Der Iveco-Pilot Jochen Hahn kam als Tabellenzweiter der FIA-Gesamtwertung nach Mittelfrankreich und wollte mindestens diesen Platz auch nach dem Rennwochenende noch inne haben.
Die 24 Heures Camions sind ein klassiches 2-Tage-Event. Die Freien Trainings sind erst am Samstagmorgen. Anschließend geht es schon ins Zeittraining und in die Super Pole. Es bleibt kaum Zeit, Modifikationen vorzunehmen.
Im 1. Zeittraining verspürte Jochen Vibrationen im Fahrerhaus und war mit seinem 7. Platz auch nicht wirklich zufrieden. In der direkt folgenden Super Pole der Top-Ten fuhr er seinen Iveco dennoch auf den 4. Startplatz für das anschließende Rennen.
Hier erwischte der Altensteiger einen hervorragenden Start und konnte sich hinter der Polesetterin Steffi Halm festsetzen. Einige Male versuchte Jochen, an dem MAN der Reinert Racing-Pilotin vorbeizukommen. Die einzige Dame im Truckracing gab sich aber keine Blöße und fuhr ein fehlerfreies Rennen. Der Ungar Norbert Kiss konnte noch in den letzten Runden zu dem Führungsduo aufschließen, musste sich aber am Ende hinter Steffi Halm und Jochen mit dem 3. Podiumsplatz zufrieden geben.
Im zweiten Samstagsrennen ging die Poleposition infolge der umgekehrten Startaufstellung der acht Erstplatzierten des vorherigen Rennens an Jochens „Die Bullen von Iveco Magirus“-Teamkollege Gerd Körber.
Dieser übernahm auch gleich die Führung vor dem Spanier Albacete (MAN) und Kiss, Jochen folgte direkt dahinter in Lauerstellung. Das Trio vor ihm bekämpfte sich recht heftig. Sich da einzuschalten, war sicherlich nicht Jochens Absicht. Also beobachtete er mehr, was sich da vor ihm abspielte. Tatsächlich flogen dort in der letzten Runde dann auch beinahe die Fetzen. Albacete attackierte den führenden Körber und schob dessen Iveco dabei leicht von der Piste. Kiss nutzte eine kleine Lücke, zog vorbei und fuhr einem Last-Minute-Sieg entgegen. Jochen konnte aus der Situation kein Kapital mehr schlagen und musste sich hinter Albacete und Körber mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben.
Nachdem „Die Bullen von Iveco Magirus“ im ersten Samstagsrennen den zweiten Platz in der Teamwertung belegt hatten, standen sie diesmal als klarer Sieger ganz oben auf dem Podium.
Der Sonntag begann dann mit einer Überraschung: Sascha Lenz gewann mit seinem MAN erstmals in seiner Truck-Racing-Karriere die Super Pole. Gemeinsam mit dem tschechischen Buggyra-Pilot Adam Lacko schoss Lenz nach dem Start auf die erste Schikane zu. Da trennten sich dann ihre Wege; anschließend hatte Lacko die Nase vorn.
Jochen hatte einen guten Start und kam gleich an Kiss vorbei. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht absolvierte dieses Quartett ganz eng beieinander liegend Runde um Runde. Gegen Ende startete Kiss noch einige Attacken, die Jochen jedoch allesamt parieren konnte. Hinter Lacko und Sascha Lenz holte er sich somit den 3. Podiumsplatz.
Im letzten Rennen stand Teamkollege Gerd Körber erneut in der ersten Startreihe, Jochen in der dritten. Er kam beim Start wieder sehr gut weg und konnte gleich zwei Plätze gut machen. An der Spitze übernahm Gerd Körber die Führung; mit Steffi Halm im Schlepptau. Durch das Gerangel um die Plätze dahinter konnten sie sich sofort etwas von den Verfolgern lösen. Jochen kämpfte sich anschließend noch weiter auf den 3. Rang vor. Das Spitzenduo noch einzuholen, gelang ihm dann jedoch nicht. Hinter Gerd Körber und Steffi Halm ergänzte Jochen das rein deutsche Podium.
Auch am Sonntag standen „Die Bullen Iveco Magirus“ wieder in beiden Rennen auf dem Podium der Teamwertung – zunächst auf dem dritten Platz und anschließend erneut ganz oben.
In der Gesamtwertung liegt Jochen mit 300 Punkten 45 Zähler hinter dem führenden Lacko auf dem 2. Platz und hat 16 Punkte Vorsprung vor Kiss.
„Hier in Le Mans zu fahren ist immer etwas ganz Besonderes. Und dann bei dieser Atmosphäre, diesem Ambiente gleich dreimal auf dem Podium zu stehen, das hat schon was, da hat sich das Kommen schon gelohnt. In der Meisterschaft konzentriere ich mich ganz darauf, den zweiten Platz zu verteidigen. Selbst wenn Adam jetzt nur noch Totalausfälle hätte, wäre es sehr schwer, ihm den Titel noch zu nehmen – letztendlich hätte er ihn sich auch verdient. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf das Finale in Jarama.“
Dieses Finale auf dem Circuito del Jarama vor den Toren der spanischen Hauptstadt Madrid findet in zwei Wochen am 7. und 8. Oktober statt.

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