Jarama 2017

Rennstrecke Jarama

Länge: 3,850m

Circuito del Jarama, CTRA.
Burgos KM. 28.7, San Sebastian de Los Reyes, Spain
Telefon: +34 (9)1-6570875
Telefax: +34 (9)1-6522744

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Jochen Hahn sichert sich in Jarama mit drei Podiumsplätzen die Vizemeisterschaft

Strahlender Sonnenschein, über 27.000 begeisterte Fans und packende Rennaction, der 9. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship auf dem Circuito del Jarama bei Madrid war eines Finales würdig. Der 31. Gran Premio Camión de España war auch wieder ein klassisches Zwei-Tage-Event mit einem ganz engen Zeitplan und wenig Pausen.
Nach den Freien Trainings am Samstagmorgen sicherte sich Lokalmatador Antonio Albacete mit seinem MAN die Poleposition für das erste Rennen, gefolgt von den beiden tschechischen Buggyra-Freightliner-Piloten Adam Lacko und David Vršecký. Den 4. Startplatz holte sich Jochen Hahn mit seinem Iveco.
Jochen konnte gleich an Vršeckýs Freightliner vorbeiziehen und so einen Platz gutmachen, doch dann kam auch schon der Rennabbruch. Nachdem mehrere Trucks in eine Kollision verwickelt waren, blockierte am MAN des Portugiesen José Rodrigues das Getriebe.
Es gab einen Neustart in der ursprünglichen Aufstellung. Diesmal benötigte Jochen ein paar Runden mehr, bis es ihm erneut gelang, Vršecký zu überholen. Albacete und Lacko hatten sich derweil schon so weit abgesetzt, dass Jochen sich am Ende mit dem 3. Podiumsplatz zufrieden geben musste. Gerd Körber, mit dem Jochen im Team „Die Bullen von Iveco Magirus“ im FIA-Teamchampionat antritt, wurde Sechster, sodass es auch hier den 3. Podiumsplatz gab. Der 2. Platz brachte Lacko so viele Punkte ein, dass dem Tschechen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen war. Jochen und das komplette Team Hahn Racing gratulierten dem neuen Champion noch während der Siegerehrung.
Im zweiten Tagesrennen fiel die Pole infolge der umgekehrten Startaufstellung an Vršecký. Jochen ging von Platz 6 aus ins Rennen. An der Spitze lieferten sich der Tscheche und Albacete einen harten Kampf um den Sieg, wobei Vršecký – zum Verdruss der vielen Antonio-Fans – am Ende die Nase leicht vorn hatte. Gerd Körber holte sich den 3. Podiumsplatz und Jochen hatte sich auf Rang 4 vorkämpfen können. Für „Die Bullen von Iveco Magirus“ hieß dies 2. Platz in der Teamwertung.
Nach kühlem Beginn wurde der Sonntag bei wolkenlosem Himmel anschließend wieder genau so heiß wie der Tag zuvor – erneut um die 30 °C. Auf der Piste ging es dann aber nicht mehr ganz so heiß zu, die wesentlichen Entscheidungen waren ja schließlich gefallen. Mit Wochenendbestzeit gewann der Ungar Norbert Kiss (Mercedes) die Super Pole, Jochen sicherte sich hinter Lacko den 3. Startplatz für das anschließende Rennen. Hier ging Kiss gleich in Führung und fuhr einem sicheren Start-Ziel-Sieg entgegen.
Nach einem guten Start konnte Jochen den 3. Platz halten und klemmte Lackos Freightliner förmlich an der Stoßstange. Riskante Überholmanöver standen für den Iveco-Piloten nicht mehr zur Debatte, ein Podiumsplatz war ihm ja eigentlich eh sicher. Doch als sich für Jochen die Gelegenheit bot, relativ problemlos auf Platz 2 vorzufahren, nutzte er diese Chance sofort. Körber fuhr auf als Siebter ins Ziel. Für „Die Bullen von Iveco Magirus“ gab es so mit Platz 3 das dritte Podium an diesem Wochenende.
Im letzten Rennen der Saison zeigte der Altensteiger noch einmal, warum er bereits viermal Europameister geworden ist. Die Pole hatte Albacete, und an seinem Sieg gab es letztendlich auch nichts mehr zu deuteln. Jochen hatte den 6. Startplatz. Anfangs konnte er noch nicht viel gutmachen, dann aber kämpfte sich der Iveco-Pilot Runde um Runde immer weiter vor, bis er auf den zweiten Iveco im Feld, auf den von Gerd Körber, traf.
Zur Freude der Fans lieferten sich die beiden Teamkollegen ein hautnahes Duell, in dem das ganze Können, die ganze Erfahrung von insgesamt ja sieben Europameistertiteln aufblitzte. In der letzten Runde zog Jochen dann doch noch an Körber vorbei. Platz Zwei und Drei auf dem Podium hieß für das Team erster Platz in der Teamwertung.
Natürlich zeigte sich Jochen am Ende sehr zufrieden: „Drei Podiumsplätze im Fahrerchampionat, in der Teamwertung in allen vier Rennen auf dem Podest; das war so in Jarama nicht unbedingt zu erwarten. Auch dass wir dieses Jahr mit beiden Vizemeistertiteln, in der Einzelwertung und bei den Teams, abschließen würden hat man uns zu Beginn der Saison ja wohl kaum zugetraut. Ich danke meinem Team für die hervorragende und nicht immer ganz einfache Arbeit; gerade wenn man auf ein anderes Fabrikat umsteigt. Doch Iveco und all unsere Sponsoren haben uns von Anfang an immer unterstützt, ohne all dies wäre es nicht möglich gewesen, solche Erfolge – gerade gleich im ersten Jahr – zu erreichen. Allerdings verpflichtet so etwas ja auch, und wir arbeiten schon jetzt daran, dieses Niveau mindestens halten zu können. Letztlich werden die lieben Mitstreiter auch nicht in den Winterschlaf verfallen. So heißt es also schon bald wieder: Arbeit, Arbeit, Arbeit.“

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