Misano 2017

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Länge: 3,488m

Santa Monica SPA, Via del Carro 27
47843 Misano Adriatico, RN - (Italia)
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ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Durchwachsenes Rennwochende für Jochen Hahn

Trotz zweier erster Plätze im zweiten Samstagsrennen für den Iveco-Piloten Jochen Hahn und das Team „Die Bullen von Iveco Magirus“, das er mit seinem Iveco-Partner Gerd Körber bildet, war der zweite Lauf zur FIA European Truck Racing Championship vor rund 40.000 Zuschauern auf dem Misano World Circuit an der italienischen Adria nicht unbedingt das Wochenende des Titelverteidigers.
Dabei hatte es eigentlich gar nicht schlecht begonnen.
In einem sehr engen Zeittraining und einer noch engeren SuperPole am Samstag hatte sich Jochen den 3. Startplatz erkämpft – im wahrsten Sinne des Wortes. Am Ende lag er nur eine Zehntel hinter Polesetter Adam Lacko (CZE) auf einem Buggyra-Freightliner und der war auch nur eine Tausendstel schneller als der Ungar Norbert Kiss (Mercedes).
Beim Start zum anschließenden Rennen konzentrierte sich Jochen zunächst einmal darauf, den dritten Platz zu halten, denn die MAN-Renntrucks seiner Landsmännin Steffi Halm und des Spaniers Antonio Albacete hingen am Heck seines Ivecos.
An der Spitze machten Lacko und Kiss das Rennen unter sich aus, wobei am Ende der Tscheche das bessere Ende für sich hatte.
Bis kurz vor Rennende hatte Jochen Hahn den dritten Podiumsplatz voll im Visier; dann bekam sein Iveco technische Probleme. Steffi Halm und Albacete musste er beinahe widerstandslos ziehen lassen und sich schließlich mit 5.Platz zufrieden geben.
Für das Folgerennen hieß dies 4. Startplatz, also zweite Reihe. Eigentlich eine gute Ausgangsposition für den Schwaben, da seine nominell stärksten Gegner hinter ihm lagen.
Der Portugiese José Rodrigues, der Überraschungssieger von Spielberg, übernahm schnell die Führung, doch Jochens Partner aus dem „Die Bullen von Iveco Magirus“-Team, Gerd Körber, schnappte sich den MAN-Piloten schon ganz zu Anfang. Auch Jochen nutzte gleich die Gelegenheit, um an Rodrigues vorbeizuziehen. Der Truck des Titelverteidigers lief hervorragend, so hatte Körber Hahns Vorwärtsdrang kaum etwas entgegenzusetzen. Als dieser erst einmal die Führung übernommen hatte, entfernte er sich schnellstens von seinen Verfolgern und fuhr einem klaren Sieg entgegen.
Auch Steffi Halm konnte schon bald an Körber vorbeiziehen, um dann ebenso rasant wie Jochen auf den zweiten Podiumsplatz zu fahren. Der dritte Platz war wieder hart umkämpft. Gerd Körber musste dabei kräftig einstecken und sich am Ende noch hinter Kiss, Lacko und Albacete mit dem sechsten Rang begnügen.
Am Sonntag, dem zweiten Renntag, musste sich Jochen in der SuperPole nur Lacko geschlagen geben – um nicht einmal zwei Zehntel. Für das folgende Rennen versprach das Höchstspannung.
Schon beim Start machten sich an Jochens Iveco wieder Technikprobleme bemerkbar. Nach der vierten Runde scherte er deshalb kurz in die Pitlane ein. Ein kurzes Reset und schon ging es wieder los.
Allerdings war der größte Teil des Feldes zwischenzeitlich weit enteilt, Hahn fand sich außerhalb der Punktränge wieder. In einer tollen Verfolgungsjagd schafft er es tatsächlich noch bis auf Platz 8, das hieß auch Poleposition für das Schlussrennen. Der Sieg ging erneut an Lacko vor Kiss und Albacete.
Im Prinzip war bei der Konstellation für das letzte Rennen beim Team Hahn Racing alles auf Sieg, zumindest auf einen Podiumsplatz programmiert – und dann kam die Riesenenttäuschung. Man beschäftigte sich noch einmal mit den immer wieder auftauchenden technischen Problemen, um dann feststellen zu müssen, diese bis zum Start des Schlussrennens nicht mehr behoben werden konnten.
Der Sieg dieses letzten Rennens in Misano ging ein weiteres Mal an Lacko vor Steffi Halm und Kiss.
Insgesamt war die Punkteausbeute des Wochenendes mit insgesamt 21 Zählern schon etwas enttäuschend. In der Gesamtwertung ist nicht nur Lacko mit nun insgesamt 92 Punkten, sondern auch Steffi Halm (80) an Jochen Hahn (72) vorbeigezogen.
Sicherlich war der Pilot anschließend schon etwas niedergeschlagen, sagte aber auch: „Eigentlich mag ich ja den Misano World Circuit, das ganze Drumherum, das zumeist gute Wetter, aber wirklich erfolgreich war ich hier nie. Deshalb hatte ich mir im Vorfeld auch nicht unbedingt soviel ausgerechnet. Der Ausfall im letzten Rennen, bei solch einer Ausgangsposition, das schmerzt dann aber doch schon. In vier Wochen haben wir am Nürburgring unser Heimrennen, und da muss dann wieder alles passen. In der Zeit werden wir das Problem sicher gelöst haben.“
Der Truck Grand Prix am Nürburgring, der dritte Lauf der FIA Truck-Racing-Europameisterschaft findet vom 30. Juni bis zum 2. Juli statt.

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